Irgendwo, irgendwie, irgendwann

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Ich mag die Leute in der deutschen Botschaft in Singapur. Die sind nett. Die freundliche Dame die die Konsularangelegenheiten regelt und sich immer an uns erinnert obwohl wir weiss Gott nicht so oft vorbeikommen war zum Glück auch wieder da (war knapp, weil sie auch einen Sohn bekommen hat – aber der ist jetzt auch schon 6 Monate).

Was ich nicht mag ist die Ineffizienz, aber darüber habe ich ja bereits zu Genüge geschrieben.

Jedenfalls soll Thomas natürlich genau wie Oskar sowohl die deutsche als auch die französische Staatsangehörigkeit bekommen. Lamia ist ja momentan zuhause und hatte bereits alles für die französischen Ausweisdokumente klargemacht um sicher zu stellen dass Thomas dann auch seinen singapurianischen Dependant Pass bekommen kann.
Diesmal musste ich nicht einmal mit zur französischen Botschaft kommen: eine Vollmacht war ausreichend um alles in die Wege zu leiten. Prima.

Ich hatte mir dann ein wenig Zeit gelassen um die entsprechenden Anträge bei der deutschen Botschaft zu stellen, aber heute habe ich mir frei genommen und wir sind dann also mit Thomas bei der Botschaft vorstellig geworden. Diesmal haben wir auch keinen Termin gemacht sondern sind todesmutig einfach so hin in der Hoffnung dass wir nicht zu lange würden warten müssen.

Und es ging.
Die Wartezeit reichte immer noch aus um Thomas zu füttern, seine Windel zu wechseln, zum Starbucks um die Ecke zu gehen um Frühstück zu holen, aber vorher am DHL Stand vorbei zu gucken um bei einem Spiel mit zu machen…

… und sich über die Vielzahl gleichlaufender Visumsoptionen die an der Wand aushingen lustig zu machen.

Der erfahrene Botschaftsgänger weiss natürlich dass das an einem durchschnittlichen Tag alles in ‘ner Stunde zwanzig abgehakt ist. Es ging auch deshalb flotter als letztes Mal weil wir diesmal keine besonderen Dokumente für die Namendeklaration ausfüllen und vorlegen mussten. Oskars deutsche Geburtsurkunde war dafür ausreichend: mit dem ersten Kind ist der Nachname festgelegt und die folgenden Kinder müssen eh den gleichen Nachnamen bekommen. Ach ja: Oskars Geburtsurkunde. Da werden Erinnerungen wach: die wurde ja damals auch “ratzfatz” ausgestellt. Mir kommt das vor als ob das gestern gewesen ist (war’s ja auch fast).

Wie auch immer, das wäre also soweit jetzt erledigt. Ich habe dann noch naiv gefragt ob die Geburtsurkunde diesmal schneller kommen würde weil wir uns ja die Namendeklaration sparen konnten. Aber ist natürlich nicht so. Das wird also sicher nochmal 18 Monate dauern…

Macht aber nichts. Wir warten das einfach ab. Die Franzosen haben ja mal wieder die gleichen Dokument in ‘ner starken Woche fertig gehabt. Der deutsche Reisepass kommt dagegen Anfang Dezember.

Und die Geburtsurkunde?
Naja, auch irgendwann…

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